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von Gerhard Wahle
Informationen über das Thema Sekte, deren Gefahren, Hintergrund und Arbeitsweisen.
Die Gefahr von Sekten
Die geschilderten Fälle sind Extrembeispiele für das, was Menschen passieren kann, wenn sie in die Fänge einer Sekte geraten. Die genannten Fälle waren sehr medienwirksam, aber nicht für das repräsentativ, was tagtäglich in den rund 120 Gruppen in Baden-Württemberg passiert, die vom Kultusministerium zu den "sog. Jugendreligionen und Psychogruppen" gezählt werden. Die Gefahr, die von solchen Gruppen ausgeht, ist kurz gesagt eine psychische Abhängigkeit der Gruppenmitglieder von einer charismatischen Person, die ihr Leben mehr oder weniger reglementiert, sie in irgendeiner Form (meistens finanziell) ausbeutet und als "Gegenleistung" Dinge verspricht, die in der Regel nicht eingehalten werden (können). Es ist wichtig zu erkennen, daß Sekten niemals das Bewußtsein ihrer Anhänger kontrollieren könnten, wenn diese nicht ihren Teil dazu beitragen würden: Dadurch, daß sie "ahnungslos" mit der Sekte "kooperieren" (Hassan), machen sie es der Sekte erst möglich, sie zu manipulieren.
Die Diskussion um den Begriff "Sekte"
Es streiten sich die Gelehrten bei der Diskussion um die Benennung und Definition solcher Gruppen. Der Begriff "Jugendreligion" wurde vom Sektenexperten Friedrich-Wilhelm Haack geprägt. "Jugend" steht hier nicht für das jugendliche Alter des großen Teils der Anhänger, sondern vielmehr, wie beim Begriff "Jugendsekte", für das "neue" Phänomen. Der Begriff "Sekte" wird oft deshalb abgelehnt, weil er ursprünglich für eine Gruppe stand, die sich von einer größeren Religion abspaltete, um ein bestimmtes Moment stärker hervorzuheben und andere zu vernachlässigen, ohne dabei unbedingt das Bewußtsein der Anhängerschaft zu kontrollieren. Der Begriff "Sekte" wird aber trotzdem sehr oft in den Medien verwendet. In Amerika spricht man von "destructive cults" ("zerstörerische Kulte"), andere sprechen von "Psychogruppen", "neureligiösen Bewegungen" oder "Kulten". Es ist relativ schwierig, einen allgemeinen Begriff für solche Gruppen zu finden, weil sie zwar alle das Bewußtsein der Anhänger kontrollieren, aber das mit sehr unterschiedlichen Methoden erreichen.
Wieviele Sekten gibt es?
Ebensoschwierig ist eine gute Schätzung, wieviele Gruppen dieser Art es gibt. Für Deutschland kursieren Schätzungen im Rahmen von 400 bis 600 Gruppen (in Amerika rechnet man mit 3000 "destructive cults"). Rund 2 Millionen Menschen sollen ihnen in Deutschland angehören. Auch diese Frage ist umstritten, zumal man nicht immer eindeutig sagen kann, ab welchen Zeitpunkt jemand ein Mitglied ist (manche Experten sprechen daher immer von "Anhängern"). Hinter jeder Schätzung, was die Anzahl von Sekten, Zahl der Sektenmitglieder und Jahresumsätze von wirtschaftlich aktiven Sekten angeht, steht deshalb ein mehr oder weniger großes Fragezeichen und ist demzufolge mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Einig ist man sich darüber, daß die Zahl der Sekten immer größer wird.
Der ideologische Hintergrund
Viele Sekten berufen sich auf eine große Religion, in Deutschland vor allem auf das Christentum, Buddhismus und Hinduismus. Manch ein Guru hat sein "Wissen" bei einem anderen Guru erhalten und gründete nach seiner "Lehrzeit" eine eigene Gruppe. Mit dem Anspruch, die "richtige Religion" zu praktizieren, treten sie an die Opfer heran, die nicht selten nach einem geeigneten Glauben suchen. Doch wenn man hinter die Fassade blickt, sieht man oft neben der praktizierten Bewußtseinskontrolle alles andere als religiöse Interessen der Sektenführer. In vielen Fällen "verdienen" sie mit ihrer Sekte ihren luxuriösen Lebensunterhalt. Viele Sekten benutzen ihre angebliche Religiösität auch als "Schutzschild", hinter dem sie ungestört ihre Opfer manipulieren können. Vor allem in juristischen Auseinandersetzungen ist dies ein probates Mittel, um Angriffe abzuwehren und dem Staat eine effektive Intervention zu erschweren.
Die Arbeitsweisen der Sekten
Das Lockmittel: Heilsversprechen
Einige Gurus versprechen den Anhängern, über Meditation zu einem bestimmten Ziel zu kommen, z.B. Krankheiten zu heilen, Probleme zu lösen oder mit sich selbst ins reine zu kommen. Obwohl Meditationstechniken durchaus positive Auswirkungen auf den Meditanten haben können, ist diese Form sehr bedenklich. Zum einen führen sie zu einem Realitätsverlust, zu Konzentrationsschwierigkeiten und zur Persönlichkeitsveränderung, wenn man glaubt, durch Meditation ließen sich tatsächlich alle Probleme lösen. Zum anderen ist man vom Guru abhängig, wenn dieser behauptet, er allein wisse, wie man an ein bestimmtes Ziel kommt. Der Betreffende kann, vorausgesetzt er ist ebenfalls davon überzeugt, gar nicht anders, als genau das zu machen, was ihm der Guru sagt, weil er unbedingt dieses Ziel erreichen möchte. Die sog. "fernöstlichen Gruppen" ähneln sich sehr stark in ihrer Lehre und in den Praktiken. Oft geht es in der Lehre darum, daß der Mensch dauernd wiedergeboren wird und das jetzige Leben als "Prüfung" angesehen werden muß. Mit Hilfe von Meditation und Zuwendung zum Guru soll die Erlösung gelingen. Im nächsten Leben werde der Anhänger ein glückliches Leben haben. Vorher muß er allerdings seinem Guru folgen, eine asketische Lebensweise haben und die Regeln der Gruppe einhalten. Oft zählt hierzu wenig Schlaf, Vegetarismus und Ablehnung jeglicher Sexualität.
Bei anderen Gruppen, die bestimmte Trainings/Kurse/Seminare anbieten, in denen der Proband z.B. lernen soll, das Management zu verbessern, werden die Opfer statt mit neuem Managementwissen mit der Ideologie der Gruppe vertraut gemacht und darauf "abgerichtet", dieser Ideologie zu folgen und der Gruppe beizutreten. Ein imaginäres Fernziel und die Angst vor dem Ausstieg sind es auch, womit die Sekten ihre Anhänger bei der Stange halten.
Neue Weltsicht
Bereits am Anfang wird der Blick der Angeworbenen auf eine "völlig neue Weltsicht" gerichtet; es kommt ihnen vor, als wäre ihr Horizont erweitert. Die Ideologie scheint in sich geschlossen, ist einfach nachvollziehbar und bietet für jedes Problem eine Lösung.
anfängliche Erfolgserlebnisse
Durch ein anfängliches "Erfolgserlebnis" (bei- spielsweise durch ein gutes Gefühl bei der Meditation) gibt die Gruppe dem Opfer das Gefühl, daß das angebotene "Wunderrezept" tatsächlich funktioniert. Damit "erbringen" die Gruppen sozusagen den "Beweis" für den Erfolg ihrer Methoden und gewinnen in allererster Linie das Vertrauen der Opfer. Sekten benutzen Psychotricks, die bei jedem funktionieren und ein "gutes Gefühl" erzeugen. Bestimmte Übungen können durchaus Positives bewirken, nur: In den Sekten werden sie mißbraucht, indem man das Erfolgserlebnis auf die Gruppe zurückbezieht. Die Gruppen sagen zwar den Opfern, sie könnten mit den Übungen persönliche Fortschritte machen, tatsächlich machen sie aber nur Fortschritte im Sinne des Führers.
hervorragende Rhetorik
Hinzu kommen rhetorische Glanzleistungen, durch die die Angeworbenen moralisch unter Druck gesetzt werden, beispielsweise wenn der Werber sagt: "Willst Du nun Bewußtseinsfortschritte machen? Dann mußt Du auch machen, was man Dir sagt!" Ähnlich wird vorgegangen, um dem Neuen scheinbare Perspektiven zu geben ("Wenn Du meditierst, wird sich das Problem lösen"), um Dinge zu verschleiern ("Nein, nein, wir sind keine Sekte. Wir sind ganz normale, glückliche Menschen. Sieh Dich um! Überzeuge Dich selbst!"), um das Opfer zu bedenklichen Taten zu animieren ("Wenn Du das nicht machst, wirst Du nicht gerettet!", "Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir die Welt retten!"), um Neugierde zu steigern ("Es ist noch zu früh für Dich, mehr darüber zu erfahren!") oder Angst vor einem Bruch mit der Gruppe zu schüren. Mit der Doktrin können Sektenführer gut argumentieren, wenn es darum geht, Druck auf die Opfer auszuüben.
Die Führungsmitglieder von Sekten haben die Fähigkeit, Konflikte leicht zu überspielen und für ihre eigenen Interessen zu nutzen. Der Hinweis auf die Unfehlbarkeit des Führers reicht oft aus, um verunsicherte Anhänger zu besänftigen. Dadurch, daß sich die Führer oft als "Sprachrohr Gottes" o.ä. darstellen, ist es ihnen u.U. auch möglich, unter dem Vorwand von "Forschungen", "neuen Offenbarungen" etc. eine Lehränderung vorzunehmen, ohne daß sie einen großen Mitgliederschwund zu erwarten haben. Im Gegenteil: "Neue Forschungen" können finanziell lukrativ sein. Eine angebliche "Verschwörung" der "Außenwelt" wird intern als "gutes Zeichen" gewertet und stärkt letzlich den Zusammenhalt der Gruppenmitglieder.
Strukturen
Um die Voraussetzungen zur Bewußtseinskontrolle zu erfüllen, haben Sekten bestimmte Strukturen. So wird der "Meister", Gründer, Führer oder Guru als "Sprachrohr Gottes" gesehen, als Gott angebetet oder ähnlich gehuldigt. Er ist der einzige, der die "Wahrheit" kennt. Teilweise gibt es märchenhafte Erzählungen über sein (bisheriges) Leben. Was er sagt, ist Gesetz, an ihm soll sich jeder orientieren. Oft gibt er vor, mittellos zu sein, was in den wenigsten Fällen tatsächlich stimmt. Viele Sekten sind wirtschaftlich aktiv, führen eigene Betriebe oder unterwandern andere. Nicht zuletzt davon profitiert der Guru.
Die Ausprägung der Bewußtseinskontrolle ist unterschiedlich stark, die Gruppen legen auch unterschiedlich Wert auf die einzelnen Komponenten, und manche erreichen ihr Ziel mit subtileren, andere mit offeneren Mitteln.
Die Rolle der Ideologie
Die Sekten geben den Neulingen oft vor, ihre Ideologie sei das einzig gültige Welterklärungssystem mit unbegrenzter Gültigkeit, mit dessen Hilfe das "Paradies auf Erden" realisiert werden könne. Nur dieser Gruppe sei diese Verwirklichung möglich. Sie fühlt sich berufen. Während die Welt kurz vor einer Katastrophe steht, hat die Gruppe dafür zu sorgen, daß das Schrecklichste noch abgewendet oder wenigstens die Gruppenmitglieder "gerettet" werden. Andere Weltanschauungen werden diskreditiert oder diffamiert, Kritik ist verboten und wird bestraft. Da die Wissenschaft in den meisten Sekten abgelehnt wird, gehen die Gruppen eine Diskussion auf dieser Ebene gar nicht erste ein. Was richtig ist, entscheidet die Zentrale. Rationales Denken ist daher nicht erforderlich. Reformen von der Basis ausgehend sind undenkbar. Die Beziehungen zwischen Gruppenmitgliedern werden bewußt oberflächlich gehalten, die einzige emotionale Bindung soll zum Führer bestehen. Kommen sich zwei Anhänger zu nahe, werden sie getrennt.
Die Rolle der Gruppe
Sekten sind teilweise nach außen abgeschottet, der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe ist groß; sie lebt und "arbeitet" zusammen. Es entwickelt sich nach einiger Zeit eine eigene Sprache. In der Regel besteht eine Hierarchie, Anfänger stehen unten und sind befehlsstrukturell untergeordnet. Sekten sind im höchsten Maße undemokratisch.
Von den Mitgliedern wird Hingabe und Unterordnung gefordert. Wer nicht Folge leistet, schadet der Gruppe und wird nicht "gerettet". Es gibt keinen legitimen Grund für einen Ausstieg. Intern werden Ausstiege mit persönlicher Schwäche, Geisteskrankheit, Versuchung, Stolz, Sünde, Gehirnwäsche (durch Deprogrammierung) o.ä. erklärt.
Das Gruppenziel und der Gruppenwille stehen über dem einzelnen, jeder muß sich dem "gemeinsamen" Ziel unterordnen. Wenn sich alle ausreichend anstrengen, wird das Gruppenziel erreicht, wenn nicht, wird es - so sagt die Sektenführung - zu "unvorstellbarem Leid" kommen. Durch Tatendrang kann der Anhänger seine Loyalität unter Beweiß stellen. Ex-Munie Steven Hassan erzählt, daß Sektenführer Mun bewußt Neid unter seinen Spitzenleuten säte, damit sich jeder noch mehr anstrengte.
Brücken werden abgebrochen
Das individuelle Vermögen wird teilweise oder ganz der Gruppe übertragen, Mitglieder oft überfordert, ausgebeutet, bespitzelt und unter Streß gesetzt. In einigen Fällen ruft die Organisation ihre Mitglieder zur Illegalität auf, beispielsweise um gegen Kritiker vorzugehen. Der Tagesablauf wird bestimmt, Essens- und Reinigungsvorschriften aufgestellt, Telefongespräche und Briefe kontrolliert. Diese Eingriffe in die Intimsphäre gipfeln bei einigen Gruppen in Vorschriften bezüglich Partnerschaft und Sexualität, Trennung von engen Bekannten/Verwandten, falls diese eine kritische Einstellung gegenüber der Gruppe haben. Oft brechen Mitglieder ihre Schule/Ausbildung ab oder geben ihren Beruf auf, um für die Gemeinschaft zu arbeiten - in der Regel für einen Hungerlohn ohne jegliche oder geringe Sozialversicherung (wozu noch eine Krankenversicherung, wenn man als "richtiger" Anhänger "nicht mehr krank werden" kann?). Alte Werte werden verworfen, neue - z.T. gegensätzliche - indoktriniert. Sekten arbeiten viel mit Ängsten: Anhänger müssen mit dem Schlimmsten rechnen, wenn sie aussteigern, kritisieren, sich nicht genug einsetzen oder Internas an Unbefugte weitergeben.
Umgang mit Kritikern
Ebenfalls für Sekten markant ist der Umgang mit Kritikern und Aussteigern. Sie werden nicht selten zu "Unpersonen" erklärt. Man zieht oft alle Register, um sie mundtot zu machen und schreckt vor (intern legitimierten) Gesetzesbrüchen nicht zurück: Ausspionierung, öffentliche Diffamierung, Telefonterror, Drohungen, Denunziationen, Gerichtsprozesse. Praktisch jeder, der die Gruppe kritisiert, wird bekämpft. Das gilt auch für die etablierten Kirchen, die einerseits über Sekten aufklären und andererseits als "Konkurrenten" angesehen werden. In vielen Fällen gehen Sekten - allen voran Scientology, das Universelle Leben und der VPM - sehr rüde mit Kritikern um. Oft stellen sie sich als verfolgte religiöse Minderheit dar (Das gipfelt bei Scientology und dem Universellen Leben im Vergleich mit der Verfolgung der Nazis). Brisantes Material (kritische Presseberichte, Bücher, Gutachten) wird intern verboten oder diskreditiert. Das Mitglied hat also kaum Informationsmöglichkeiten, zugleich wird ihm Angst eingeflößt und so ein möglicher Ausstieg erschwert.
Wer ist gefährdet?
Von Sekten angeworben werden kann grundsätzlich jeder von uns. Die Erfahrung aber zeigt, daß vor allem Leute mit Problemen oder Sorgen anfällig sind; Menschen, die sich in einer Krise aufgrund der Pubertät, midlife-crisis, Arbeitslosigkeit befinden oder nach dem Tod eines geliebten Menschen. Aber auch Orientierungslose und Enttäuschte, mit der Welt Unzufriedene lassen sich gut anwerben. Es sei aber dennoch betont, daß auch Leute, die sich nicht unter diesen Kriterien wiedererkennen, vor Sekten nicht gefeit sind. Das Vorurteil, nur Dumme würden sich einer Sekte anschließen, ist schlichtweg falsch. Viele Sekten werben vor allem intelligente und engagierte Menschen an. Sie suchen in der Gruppe Orientierung, Halt, Neues im grauen Alltag, Lebenssinn und Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen, die Welt zu verbessern oder ihre Probleme zu lösen. Sie finden (anfangs) in der neuen Gemeinschaft aber auch oft ein Übermaß an Dingen, die sie in der Gesellschaft vermissen, z.B. Anerkennung, Liebe, Gemeinschaftsgefühl etc. Da viele Jugendliche ständig auf der "Suche" (auch nach Antworten nach dem Sinn des Lebens; nach dem, was nach dem Tod kommt und auf die Frage, woher sie kommen) sind und sich in einer "Experimentierphase" befinden, sind sie besonders gefährdet und als Angeworbene beliebt: Sie sind meist dynamischer, begeisterungsfähiger, spontaner und lassen sich oft besser indoktrinieren als ältere, die aufgrund ihrer Lebenserfahrung ein stabileres Weltbild haben. Sekten spekulieren auf die Grundbedürfnisse der Menschen, die ihnen die Gesellschaft und das persönliche Umfeld nicht bieten bzw. gar nicht bieten kann.
Aufgrund der besonderen Ausstrahlung der Sekten sind oft die Schutzmechanismen der Angeworbenen überfordert, und auch ihr persönliches Umfeld kommt allzuoft mit der neuen Situation nicht zurecht, weil es nicht darauf vorbereitet ist, alles sehr schnell geschieht und oft spät erkannt wird.
Die Vorgehensweisen der Sekten ist raffiniert: Sie gehen systematisch mit ihren Anwerbepraktiken vor. Die Anmache auf der Straße war lange die gängigste Art. Lockere Gespräche werden angezettelt, von der Gruppierung als solche ist anfangs meist gar nicht die Rede. Heute gehen die Anwerbepraktiken viel weiter. Sekten nutzen jede Möglichkeit zur Anwerbung aus: Von Inseraten und Veranstaltungen über persönliche Kontakte bis hin zur Unterwanderung und Einsatz von Tarnorganisationen ist alles dabei. Sehr wichtig sind persönliche Kontakte: Wenn Ihnen ein Freund von neuen Problemlösungsmöglichkeiten erzählt, werden Sie ihm eher glauben als einem Fremden. Das ist auch der Grund, warum manche Sekten erst eine freundschaftliche Beziehung anbahnen, bevor sie "zur Sache" kommen.
http://www.wahle.de
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